HALLO!

Schön, dass Sie vorbeischauen. Von nun an können Sie auch bequem im brandneuen Online-Shop stöbern!

Sie interessieren sich für Individualisierten Unterricht? Sie möchten mehr über dessen Inhalte und praktische Umsetzung erfahren?

Ein Lob zu Anfang: Ihr Interesse ehrt Sie!

Im Folgenden sind Sie nun ganz herzlich eingeladen, sich auf dieser Seite Informationen zu Fortbildungsmöglichkeiten und weiteren Inhalten und Themen zum Individualisierten Unterricht zu verschaffen. Und das aus gutem Grund.

AUS GUTEM GRUND

Egal wie die Situation im stets verwirrenden Prozess der bildungspolitisch angetriebenen Schulreform auch gerade  sein mag – sei das Schulsystem gegliedert oder gesamtheitlich, jahrgangsgetrennt oder jahrgangsgemischt, exklusiv oder inklusiv – eines ist uns aus Praxiserfahrung stets sicher:

Im Klassenraum treffen wir IMMER auf vielfältige Individualität. So oder so.

Individualität in der Persönlichkeit, den eigenen Interessen und im Lernen. Das ist schon immer so gewesen. Und dabei ist die Rede von genau jenem, der so oft zwischen den schwarzen Zahlen der Pisastatistiken, zwischen Vergleichsarbeiten und allgemeinen Bildungsstandards in Vergessenheit gerät:

»dem Kind, dem Menschen«

Auf dieser Internetseite wird die Überzeugung vertreten, dass eine „wirkliche“ Bildungsreform für unsere Kinder nicht in erster Linie von systemischen Veränderungen von außen ausgehen kann, sondern letztendlich nur von den Personen auf die es im Inneren wirklich ankommt:

»den Lehrerinnen und Lehrern«

Die Lehrkräfte sind unsere wichtigsten Spieler auf dem Feld. Doch stets manövriert sich die Bildungsreform geschickt an der Lehreraus- und -weiterbildung und letztendlich auch an unseren  Kindern vorbei. Die Bemühungen, das System Schule zu verändern sind derart groß, dass die Unterrichtsreform dabei zur Nebensache verkommt.


Letztendlich findet Bildungserfolg, Bildungsgerechtigkeit und Bildungsfreude aber doch immer noch durch das aktive Handeln vor Ort statt. Und es sind genau diese Faktoren, die ein gutes Bildungssystem auszeichnen. So gilt es für eine effektive Schulreform, die Bildung dort zu verbessern wo sie passiert:

»im Klassenraum«

Zugegebenermaßen ist ein Individualisierter Unterricht ohne gewisse behördliche Eingeständnisse (z.B. die Abschaffung zentraler Klassenarbeiten und Lockerung der Zeugnisregelung) nur erschwert realisierbar. Dennoch sollte sich Unterricht ein Stückweit aus dem kontroversen Hin und Her der Bildungsadministrative heraushalten und unabhängig davon ganz konstant immer bemüht sein, eines zu sein:

»gut«

Und wie könnte man einen Unterricht als gut bezeichnen, der nicht konsequent auf die individuellen Bedürfnisse seiner Schüler eingeht? Individualisierung ist ein wesentlicher Bestandteil guten Unterrichts. Immer.

Aber wie funktioniert das?

Wege, organisatorische Möglichkeiten und Materialien teile ich gerne mit Ihnen auf dieser Webseite und in meinen Fortbildungen.

DER UNTERRICHT

Individualisierter Unterricht - Was ist das überhaupt?

Zunächst sei klargestellt, dass Individualisierter Unterricht keine konkrete Unterrichtsmethode darstellt. Vielmehr ist es eine idealistische Forderung an Unterricht. Es ist eine Vorstellung davon, wie Unterricht sein sollte.
Nichts desto trotz hat sich durch diese Anforderung auf methodischer Ebene einiges getan in den letzten Jahren. Es gibt verschiedenste mehr und weniger erfolgreiche Konzepte zur Umsetzung eines solchen Unterrichts. Ziel der hier angebotenen Fortbildungen ist es, in dieser Methodenvielfalt die erfolgreichsten Elemente herauszufinden, um so eine Konzeption für ein nachhaltiges individualisiertes Lernen auszuarbeiten und mit Ihnen zu teilen.

»Nicht Sie als Lehrkraft können persönlich auf jegliche individuelle Lernbedürfnisse Ihrer Kinder eingehen. Aber Sie können ein Unterrichtssystem in einer kooperativen Lernkultur etablieren, das dies zu tun vermag.«

Doch wie sieht so ein System aus? Stellt es den Kindern individuelle Lernmaterialien zur Verfügung? Berücksichtigt es auch die individuellen Persönlichkeiten? Berücksichtigt es das individuelle Interesse und den persönlichen Lernstil eines jeden einzelnen Kindes? Schnell wird klar, wie umfangreich die Aufgabe des Individualisierens ist.

Ein kurzer Exkurs:
Kennen Sie noch Offenen Unterricht? An diesem Beispiel lässt sich der Individualisierte Unterricht sehr gut beschreiben. Denn er setzt dort an, wo der Offene Unterricht aufhört. Die reformpädagogische Bewegung des Offenen Unterrichts war bislang immer das Vorzeigesymbol für einen Unterricht, der auf das Kind als Menschen eingeht und ihm eine freie sowie individuelle Entwicklung ermöglicht. Stets war dieser Unterricht jedoch auch starker Kritik ausgesetzt. Aus seiner Verteidigungshaltung heraus ist der Offene Unterricht in eine recht radikale Position gerutscht, die Offenheit und Freiheit im Unterricht über alles stellt und jegliche Formen traditionellen Unterrichts kategorisch ablehnt. Im Offenen Unterricht müssen also alle Kinder frei und selbstständig lernen, ob sie wollen oder nicht bzw. ob sie können oder nicht. Somit ist der Offene Unterricht in gewisser Weise nicht minder geschlossen als sein traditioneller, vorwiegend lehrergelenkter "Gegenspieler". Es stehen sich hier zwei gegensätzliche Extreme gegenüber, die jedoch ihre Gemeinsamkeit in der starren Fixierung auf die jeweils von ihnen verkörperten Unterrichtsideale finden.

Genau hier kommt der Individualisierte Unterricht in das Spiel und definiert den Begriff der Offenheit neu. Offenheit bedeutet hier nun offen zu sein gegenüber Unterricht im Allgemeinen, also sowohl lehrergelenkten Unterrichtsformen als auch Formen der Öffnung bis hin zu einer gänzlichen Offenheit. Es ist einfach eine Wahrheit, dass es Kinder gibt, denen wir etwas Gutes tun, indem wir sie im Lernen in eine Selbstständigkeit entlassen und uns zunehmend auf ihren natürlichen Entwicklungsdrang verlassen. Es ist aber auch eine Wahrheit, dass es Kinder gibt, bei denen selbiges Vorgehen eine grobe Vernachlässigung bedeuten würde.

»Manche Kinder benötigen eine Hand, die sie zieht. Andere Kinder hingegen benötigen eine Hand, die sie ziehen lässt – oder manchmal sogar einen Schubs gibt.«

Dies zeigt jedoch auch wieder, wie groß die Anforderungen des Individualisierten Unterrichts an die Kompetenz der Lehrkraft sind. Hier gilt es, die gesamte Breite des unterrichtsorganisatorischen Spektrums in einem einzigen Unterricht zu vereinen. Hierfür sind speziell ausgebildete Lehrer erforderlich. Es werden Lehrer benötigt, die Unterricht anders denken. Lehrer, die es verstehen, das individuelle Lernen in einer Klasse gekonnt zu delegieren und nicht primär zu determinieren. Lehrer, deren Unterricht nicht aus Einzelvorstellungen im 45-Minuten-Takt besteht, sondern aus dem Fortsetzen seines alltäglichen Lebens und Handelns in einer gemeinschaftlichen Lernkultur. Lehrer, bei denen das "Belehren" in Form von "Schülerfortbildungen" stattfindet, die zum Ziel stets den Ausbau der Handlungsfähigkeit in dieser Lernkultur haben.

»Ein guter Lehrer lehrt nicht. Er fordert zum Lernen auf und unterstützt dabei.«

Dennoch hat sich in der Lehrerausbildung in den letzten Jahrzehnten nur wenig verändert und die größte Reform war, wie üblich, nicht inhaltlicher sondern systemischer Natur (Bachelor Studiengänge).

Deswegen ist es das Ziel der hier angebotenen Fortbildungen, aus Lehrern Experten für Individualisierten Unterricht zu machen. Im Folgenden sind Sie herzlich eingeladen, mehr über das Fortbildungsangebot zu erfahren.

ONLINE-SHOP

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FORTBILDUNGEN

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage, was Sie in einer Fortbildung zum Individualisierten Unterricht lernen können? Beginnen wir mit einem kleinen Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie müssten jetzt ganz plötzlich die Klassenleitung einer jahrgangsgemischten Schulklasse 1-4 im Fach Deutsch, Mathematik oder Sachunterricht übernehmen. Es befänden sich also Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren gemeinsam in einer einzigen Klasse. 
Welche Gefühle löst dieser Gedanke in Ihnen aus? Fühlt es sich möglicherweise unbehaglich, verunsichernd oder überfordernd an? Sind sie eventuell etwas ratlos?

Nach einer erfolgreichen Fortbildung zum Individualisierten Unterricht und ein wenig Praxiserprobung sollten Sie selbiges Szenario gänzlich anders, nämlich als große Arbeitserleichterung für sich selbst und als vielfältige Unterrichtsbereicherung für die Kinder wahrnehmen.

»Sie sehen breite Vielfalt nicht als eine organisatorische Hürde, sondern als ein beflügelndes Potential.«

Dieses kleine Experiment für Sie soll in keinsterweise ein Plädoyer für den jahrgangsübergreifenden Unterricht darstellen. Es soll aber zeigen, wie sich Ihre Sicht als Lehrer auf eine weitreichende Vielfalt verändern könnte.


FORTBILDUNGEN IM ÜBERBLICK

  • Aufbau:
    Zwei bis drei unterrichtsbegleitende Fortbildungsmodule innerhalb eines Schuljahres.
  • Zeit:
    Pro Modul in der Regel zweitägig mit einem Fortbildungsvolumen von 10 Stunden.
  • Sie können frei wählen, welche Module für Sie interessant sind. Für Einsteigerschulen empfiehlt sich, mit Modul 1 zu beginnen. Individuelle Absprachen sind jederzeit möglich. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit mir auf.

 

MODUL 1

  • Einführende Präsentation zu praxistheoretischen Inhalten mit Informationen und Filmbeispielen
  • Vorstellung von organisatorischen und methodischen Unterrichtsmaterialien, insbesondere des Planungsheftes, dem Chefsystem, Schülerfortbildungen, Lernkarteien, Lernweg-Kompetenzraster, dem Schülerfeedback, der Wechselwirkung zwischen Lernsystemen und der Öffnung von Unterricht, regenerativen und kooperativen Aufgabenformaten
  • Inszenierung eines kleinen Beispielunterrichtes: Dabei werden Sie für eine Weile zu den Schülern.
  • Kooperative Vorbereitung von ersten Unterrichtsversuchen in kleinen Arbeitsgruppen

 

MODUL 2

  • Gemeinsames Sammeln von Erfahrungen aus den Unterrichtsversuchen. Herausarbeiten von Problemstellungen und Hürden im Unterricht und mit den Behörden im Bereich der Schulorganisation.
  • Gemeinsames Finden von Lösungen anhand der Open Space Methode.
  • Zusammentragen der Ergebnisse, Formulierung von Konsequenzen.
  • Konzipierung weiterer Unterrichtsversuche.

 

MODUL 3

  • Gemeinsame Vorbereitung einer schulweiten Unterrichtsumstellung (reine Aktivfortbildung)
  • Einteilung von Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aufgaben: Bestellung von Materialien, Entwicklung von Planungsheftseiten, Chefämterkarten, Konzeption, Klassenraumgestaltung u.s.w.
  • Zusammentragen der Ergebnisse. Ausblick auf weitere Entwicklungen.

ZUR PERSON

Mein Name ist Michael Kellner und ich bin seit dem Jahr 2008 als Grundschullehrer in Hamburg tätig. Zusätzlich arbeite ich als freier Lehrbeauftragter für das Landesinstitut in der Stadt Hamburg, die Universität Hamburg und als freier Fortbildner für Schulen. Mein großes Interesse für Reformpädagogik entdeckte ich bereits in der Ausbildung. Es begann mit Offenem Unterricht sowie der integrativen Förderung Lese-Rechtschreibschwacher Kinder und entwickelte sich weiter über das Methodenlernen und dem kompetenzorientierten Unterricht bis hin zu meiner heutigen Berufung: den Individualisierten Unterricht. Diesen erprobe ich seit Beginn meiner beruflichen Karriere und entwickle ihn stetig weiter. So kann ich sagen, dass allen Inhalten und Methoden, die ich in meinen Fortbildungen mit Ihnen teile, eine langjährige Praxiserprobung vorausgeht. Als Fortbildner habe ich bereits Schulen quer durch Deutschland besucht. Dabei ist es mir wichtig, den Lehrerinnen und Lehrern einführend eine fundierte Basis an praxistheoretischen Wissen zu vermitteln, welches dann schnell mit dem aktiven Handeln in der eigenen Praxis verknüpft wird. Größtes Augenmerk dabei ist Nachhaltigkeit. Daher finden meine Veranstaltungen in der Regel schulbegleitend mit einer stetigen Beratungsmöglichkeit und Folgeveranstaltungen zur gemeinsamen Reflexion, Problemlösung sowie der Weiterentwicklung statt.  So bietet sich die größtmögliche Chance, eine andauernde Veränderung in der Unterrichtspraxis zu erreichen.

Ich würde mich sehr freuen, Sie in einer meiner Fortbildungen persönlich kennenzulernen!

KONTAKT

Haben Sie Fragen zu Fortbildungen zum Individualisierten Unterricht?

Gerne können Sie mir Ihr Anliegen an kellnerseminare@outlook.com schreiben.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören!
Ihr Michael Kellner

 

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Michael Kellner
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